Wie wird aus verteilten Informationen über die eigene IT-Infrastruktur eine verlässliche Grundlage für Betrieb, Entscheidungen und regulatorische Anforderungen?
Ein Unternehmen an der Schnittstelle von Mobilität und Finanzwirtschaft stand vor der Aufgabe, eine zentrale Configuration Management Database aufzubauen. Weder die technische Lösung noch die Architektur standen zu Beginn fest. Unsere Aufgabe bestand darin, gemeinsam mit den beteiligten Stakeholdern die Anforderungen zu verstehen, geeignete Lösungen zu evaluieren und die erste Iteration der CMDB so aufzubauen, dass das interne Team darauf weiterarbeiten kann.
- Branche
- Mobilität und Finanzwirtschaft
- Projekt
- Evaluation und Einführung einer CMDB
- Lösung
- i-doit Pro und JDisc Discovery
- Leistungen
- Analyse, Evaluation, Projektleitung, Stakeholder-Management, Lösungsarchitektur und Betriebsorganisation
Ausgangslage
Analyse statt Produktauswahl
Das Unternehmen bewegt sich in einem Umfeld mit hohen Anforderungen an Verfügbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Regulatorik, darunter Vorgaben im Kontext von DORA. Bevor über Produkte gesprochen wurde, musste deshalb zunächst geklärt werden, was eine CMDB in diesem Umfeld konkret leisten muss: Welche Informationen werden benötigt, woher stammen sie, und welche Anforderungen ergeben sich daraus an Datenerfassung, Berechtigungen, Schnittstellen und Betrieb.
Diese Fragen wurden gemeinsam mit den relevanten Stakeholdern aus Infrastruktur, Betrieb, Security und Regulatorik geklärt. Daraus entstanden konkrete Kriterien, anhand derer mögliche Lösungen untersucht werden konnten.
Evaluation und Lösung
Testen statt Featurelisten vergleichen
Mögliche Systeme wurden nicht allein anhand ihrer Produktbeschreibungen bewertet, sondern praktisch getestet: Erfassung und Übernahme von Assets, Abbildung von Beziehungen, Import, Export, Schnittstellen und Reporting. Ein Schwerpunkt lag auf der automatisierten Discovery. Die Ergebnisse wurden mit den Stakeholdern abgestimmt und bildeten die Grundlage der Entscheidung.
Daraus entstand eine Lösung aus zwei Komponenten: i-doit Pro für die strukturierte Abbildung der Configuration Items, JDisc Discovery für die automatisierte Erfassung der vorhandenen Infrastruktur. Für die Architektur wurden Test- und Produktivumgebungen getrennt und Grundlagen für Discovery, Authentifizierung und Berechtigungen geschaffen, damit das interne Team die Plattform anschließend eigenständig betreiben kann.
Technische Details ansehen
Für die Discovery wurden unter anderem folgende Wege betrachtet und vorbereitet: SNMPv3, WMI, SSH, Microsoft Intune und AWS. Für i-doit kamen eine LDAP(S)-Anbindung, getrennte Service-Accounts für Discovery sowie Berechtigungs- und Zugriffskonzepte hinzu. Test- und Produktivumgebungen wurden konsequent getrennt, inklusive eigener DNS- und Service-Strukturen sowie verschlüsselter Kommunikation über Zertifikate.
Entscheidend war dabei nicht, möglichst viele Technologien einzusetzen, sondern eine Architektur, die nachvollziehbar bleibt und sich durch das interne Team weiterentwickeln lässt.
Organisation und Übergabe
Eine CMDB ist kein reines Technikprojekt
Ob aus der Technologie langfristig eine verlässliche CMDB wird, entscheidet sich auch innerhalb der Organisation. Deshalb gehörten Stakeholder-Management und die Vorbereitung von Verantwortlichkeiten, Betriebsabläufen, Support und Weiterentwicklung von Anfang an zum Projekt – ebenso wie Dokumentation und Übergabe. Technische Konfigurationen und Architekturentscheidungen wurden in ein Betriebshandbuch überführt, damit das Wissen über die Plattform im Unternehmen bleibt und nicht bei externen Projektbeteiligten hängen bleibt.
Ziel der ersten Iteration war bewusst nicht, jede denkbare Ausbaustufe der CMDB bereits umzusetzen, sondern eine belastbare Grundlage, die das interne Team übernehmen und schrittweise weiterentwickeln kann.
Ergebnis
Eine Grundlage, auf der weiter aufgebaut werden kann
Aus einer zunächst offenen Fragestellung entstand eine evaluierte CMDB-Lösung mit definierter Architektur, automatisierter Discovery und vorbereiteten Betriebsstrukturen. Mit i-doit Pro und JDisc Discovery steht dem Unternehmen eine technische Basis zur Verfügung, auf der es sein Configuration Management eigenständig weiterentwickeln kann – dokumentiert, organisatorisch vorbereitet und durch das interne Team getragen.
Mehr zu den eingesetzten Bausteinen: JDisc Discovery Services und Strategie & Architektur.
